
Der Mensch verbringt etwa ein Drittel seines Lebens mit Schlafen. In dieser Zeit regeneriert der Körper und das Gehirn verarbeitet die Erlebnisse des Tages. Wolfgang Skischally betont, dass die Qualität dieser Erholungsphase wesentlich von der Schlafumgebung abhängt. Während Faktoren wie eine gute Matratze, Dunkelheit und eine angenehme Raumtemperatur allgemein bekannt sind, wird der Einfluss elektromagnetischer Felder oft unterschätzt. Moderne Wohnungen sind elektrifiziert und vernetzt. Stromleitungen in den Wänden, Elektrogeräte am Nachttisch, WLAN-Router und Smartphones schaffen eine elektromagnetische Umgebung, die es in dieser Form vor wenigen Jahrzehnten noch nicht gab. Die Forschung zu Langzeitauswirkungen ist noch nicht abgeschlossen. Baubiologische Ansätze verfolgen daher das Vorsorgeprinzip: Belastungen werden dort reduziert, wo dies mit vertretbarem Aufwand möglich ist. Der Schlafbereich steht dabei im Mittelpunkt, da der Körper hier über viele Stunden hinweg exponiert ist und gleichzeitig regenerieren soll.
Klassische Faktoren der Schlafumgebung
Guter Schlaf hängt von vielen Faktoren ab. Wolfgang Skischally erklärt, dass neben elektromagnetischen Feldern auch traditionelle Aspekte des Raumklimas wichtig bleiben. Diese Faktoren sind wissenschaftlich gut untersucht und bilden die Grundlage für erholsamen Schlaf.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Die optimale Schlafzimmertemperatur liegt zwischen 16 und 19 Grad Celsius. Skischally weist darauf hin, dass zu warme Räume den Schlaf stören, da der Körper zur Einleitung des Schlafs seine Temperatur senken muss. Eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent verhindert das Austrocknen der Schleimhäute und fördert die Atmung. Regelmäßiges Lüften sorgt für frische Luft und ausreichend Sauerstoff. Diese Faktoren sind einfach zu kontrollieren und zu optimieren.
Licht und Dunkelheit
Dunkelheit ist für die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin essentiell. Wolfgang Skischally empfiehlt, alle Lichtquellen im Schlafzimmer zu eliminieren. Dazu gehören Standby-Leuchten von Elektrogeräten, beleuchtete Wecker oder eindringendes Straßenlicht. Verdunklungsvorhänge oder Rollläden schaffen optimale Bedingungen. Auch blaues Licht von Bildschirmen sollte vor dem Schlafengehen vermieden werden, da es die Melatoninproduktion hemmt.
Lärm und Schallschutz
Geräuschpegel beeinflussen die Schlafqualität erheblich. Wellness Sanofit aus Widnau rät, Lärmquellen im Schlafzimmer zu minimieren. Tickende Uhren, summende Elektrogeräte oder Geräusche von außen können den Schlaf stören. Bei starkem Außenlärm können Schallschutzfenster oder Ohrstöpsel helfen. Eine ruhige Umgebung ermöglicht tieferen und erholsameren Schlaf.
Wolfgang Skischally: Elektrische Felder im Schlafbereich
Elektrische Wechselfelder entstehen überall dort, wo elektrische Spannung anliegt. Skischally erklärt, dass diese Felder auch im ausgeschalteten Zustand von Geräten vorhanden sind, solange diese am Stromnetz angeschlossen bleiben. Im Schlafbereich können sie über viele Stunden auf den Körper einwirken.
Quellen elektrischer Felder
Typische Quellen elektrischer Felder im Schlafzimmer sind:
- Stromleitungen in Wänden, besonders hinter dem Kopfteil des Bettes
- Nachttischlampen und Radiowecker
- Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen
- Elektrische Heizdecken und Wasserbetten mit Heizung
- Kabel von Ladegeräten, auch wenn kein Gerät angeschlossen ist
Die Wellness Sanofit GmbH weist darauf hin, dass diese Felder mit zunehmendem Abstand schnell abnehmen. Problematisch ist die unmittelbare Nähe zum Körper über längere Zeit.
Messung der Körperspannung im Bett
Wolfgang Skischally misst die Körperspannung, die sich durch elektrische Felder am liegenden Körper aufbaut. Diese Messung erfolgt mit einer Elektrode, die an der Person angebracht wird, während diese in ihrer normalen Schlafposition liegt. Die gemessene Spannung wird in Millivolt angegeben. Werte unter 10 Millivolt gelten baubiologisch als unauffällig. Werte über 100 Millivolt werden als stark auffällig eingestuft. Diese Messung zeigt direkt, wie stark elektrische Felder auf den schlafenden Körper einwirken.
Reduzierung elektrischer Felder
Die Reduktion elektrischer Felder im Schlafbereich ist oft einfach umsetzbar. Wolfgang Skischally empfiehlt zunächst das Entfernen unnötiger Elektrogeräte aus dem Schlafzimmer. Nachttischlampen sollten einen Schalter am Kabel haben, der die Spannungsführung unterbricht. Netzfreischalter können Stromkreise automatisch spannungsfrei schalten, wenn kein Gerät Strom verbraucht. Abgeschirmte Kabel reduzieren die Feldausbreitung. Bei starker Belastung durch Leitungen in der Wand kann eine Abschirmung oder Bettverlagerung notwendig werden.

Magnetische Felder und ihre Quellen
Magnetische Wechselfelder entstehen, wenn elektrischer Strom fließt. Wolfgang Skischally erklärt, dass diese Felder schwerer zu beeinflussen sind als elektrische Felder, da sie praktisch alle Materialien durchdringen. Ihre Intensität nimmt aber mit der Entfernung zur Quelle stark ab.
Typische Quellen magnetischer Felder
Im Wohnbereich entstehen magnetische Felder durch:
- Transformatoren und Netzteile von Elektrogeräten
- Stromleitungen mit hohem Stromfluss
- Elektromotoren in Haushaltsgeräten
- Heizdecken und elektrische Wasserbetten
- Ungleichmäßig verlegte Stromleitungen (Phase und Neutralleiter räumlich getrennt)
Skischally von Sanofit Wellness in Widnau misst magnetische Felder mit hochempfindlichen Sonden. Baubiologische Richtwerte liegen für Schlafbereiche bei unter 20 Nanotesla. In der Nähe von Transformatoren oder bei ungünstiger Leitungsführung können deutlich höhere Werte auftreten.
Abstand als wichtigste Schutzmaßnahme
Magnetische Felder lassen sich kaum abschirmen. Wolfgang Skischally empfiehlt daher, Abstand zu Quellen zu halten. Radiowecker mit Netzteil sollten mindestens einen Meter vom Kopf entfernt stehen. Elektrische Heizdecken sollten vor dem Schlafengehen ausgeschaltet und vom Netz getrennt werden. Bei starken Feldern von außen, etwa durch Trafostationen, kann eine Umstellung des Bettes helfen. Die Feldstärke nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab, sodass bereits geringe Abstandsvergrößerungen deutliche Reduktionen bringen.
Überprüfung der Elektroinstallation
Ungewöhnlich hohe magnetische Felder können auf Installationsfehler hinweisen. Wolfgang Skischally erklärt, dass Phase und Neutralleiter idealerweise eng beieinander liegen sollten, damit sich ihre magnetischen Felder gegenseitig aufheben. Sind sie räumlich getrennt verlegt, entstehen stärkere Felder. Auch Ausgleichsströme durch fehlerhafte Erdung können magnetische Felder verursachen. Eine fachgerechte Überprüfung durch einen Elektriker kann solche Probleme aufdecken und beheben.
Hochfrequente Felder durch Funktechnologien
Drahtlose Kommunikationstechnologien haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Wolfgang Skischally beobachtet, dass WLAN, Smartphones und Smart-Home-Geräte auch im Schlafzimmer verbreitet sind. Diese Geräte senden permanent hochfrequente Signale aus.
WLAN und DECT im Schlafbereich
Viele WLAN-Router senden rund um die Uhr, auch wenn nachts niemand das Internet nutzt. Skischally misst oft erhöhte hochfrequente Belastungen in Schlafzimmern, wenn der Router in der Nähe steht oder im Nebenzimmer betrieben wird. DECT-Schnurlostelefone senden kontinuierlich mit ihrer Basisstation, unabhängig davon, ob telefoniert wird. Die Wellness Sanofit GmbH empfiehlt, WLAN nachts auszuschalten, entweder manuell oder per Zeitschaltuhr. DECT-Telefone können durch kabelgebundene Telefone ersetzt oder durch Modelle mit Eco-Modus ergänzt werden, die im Standby nicht senden.
Smartphones und Tablets im Bett
Smartphones kommunizieren auch nachts mit Mobilfunkmasten und suchen regelmäßig nach Netzwerken. Wolfgang Skischally rät, Smartphones nachts in den Flugmodus zu schalten oder ganz auszuschalten. Wer das Smartphone als Wecker nutzt, kann es mit Abstand zum Bett platzieren. Tablets und E-Reader mit WLAN-Funktion sollten ebenfalls im Flugmodus betrieben werden. Diese einfachen Maßnahmen reduzieren die hochfrequente Belastung erheblich, ohne Komfortverlust.
Smart-Home-Geräte und Nachbarquellen
Smart-Home-Systeme nutzen oft Funkverbindungen zwischen Komponenten. Wolfgang Skischally misst auch Belastungen durch WLAN-Netze von Nachbarwohnungen, besonders in Mehrfamilienhäusern. Diese externen Quellen lassen sich nicht direkt beeinflussen. Bei starker Belastung können Abschirmmaßnahmen wie spezielle Wandfarben oder Fensterfolien erwogen werden. Oft hilft aber bereits die Optimierung der eigenen Quellen, um die Gesamtbelastung zu senken.
Praktische Optimierung der Schlafumgebung
Die Optimierung der Schlafumgebung folgt idealerweise einer systematischen Vorgehensweise. Wolfgang Skischally empfiehlt, zunächst alle Faktoren zu erfassen und dann Schritt für Schritt zu verbessern.
Bestandsaufnahme durch Messung
Eine baubiologische Messung zeigt die Ausgangssituation objektiv. Wolfgang Skischally erfasst Temperatur, Luftfeuchtigkeit, elektrische und magnetische Felder sowie hochfrequente Strahlung im Schlafbereich. Die Körperspannungsmessung im Bett zeigt, wie stark elektrische Felder auf den Körper einwirken. Diese Daten bilden die Grundlage für gezielte Maßnahmen. Sie zeigen auch, welche Faktoren im unkritischen Bereich liegen und keine Optimierung benötigen.
Priorisierung der Maßnahmen
Nicht alle Maßnahmen sind gleich wichtig oder aufwendig. Wolfgang Skischally empfiehlt, mit einfachen und kostenlosen Veränderungen zu beginnen:
- WLAN-Router nachts ausschalten
- Smartphone in den Flugmodus schalten
- Unnötige Elektrogeräte aus dem Schlafzimmer entfernen
- Stecker von Ladegeräten ziehen, wenn nicht genutzt
- Regelmäßig lüften und Raumtemperatur senken
Diese Maßnahmen lassen sich sofort umsetzen und zeigen oft bereits Wirkung. Aufwendigere Lösungen wie Netzfreischalter oder Abschirmungen sollten nur nach sorgfältiger Abwägung gewählt werden.
Erfolgskontrolle und Anpassung
Nach der Umsetzung von Maßnahmen ist eine Kontrollmessung sinnvoll. Wolfgang Skischally überprüft, ob die gewünschten Reduktionen erreicht wurden. Auch das subjektive Schlafempfinden sollte beobachtet werden. Verbesserungen stellen sich oft nicht sofort ein, sondern entwickeln sich über Wochen. Eine Dokumentation in einem Schlaftagebuch kann helfen, Veränderungen zu erkennen. Bei Bedarf können weitere Anpassungen vorgenommen werden.
Ganzheitlicher Ansatz für erholsamen Schlaf
Guter Schlaf hängt von vielen Faktoren ab, die zusammenwirken. Wolfgang Skischally betont, dass weder traditionelle Aspekte wie Raumklima noch elektromagnetische Felder isoliert betrachtet werden sollten. Ein ganzheitlicher Ansatz berücksichtigt alle relevanten Einflüsse.
Messungen schaffen Klarheit über die tatsächliche Belastungssituation. Sie zeigen, wo Handlungsbedarf besteht und wo Sorgen unbegründet sind. Oft führen bereits einfache Veränderungen zu spürbaren Verbesserungen. Die Reduktion elektromagnetischer Felder im Schlafbereich ist dabei ein Baustein unter mehreren. Kombiniert mit guter Raumtemperatur, Dunkelheit und Ruhe entsteht eine optimale Schlafumgebung. Die individuelle Beratung durch erfahrene Fachleute wie Wolfgang Skischally hilft, die richtigen Maßnahmen für die persönliche Situation zu finden und umzusetzen.

Von der Messung zur Lösung – Wolfgang Skischally über Elektrosmog-Reduktion im Alltag
Wolfgang Skischally zeigt den Weg von der Messung zur praktischen Lösung. Elektromagnetische Felder lassen sich…
